Perspektiven vereinen und Kompetenzen stärken
Zusammen mit unserem Kooperationspartner Pro Peace unterstützen wir Kommunen dabei, eine Energie- und Wärmewende mit Schlüsselakteuren und Zivilgesellschaft gemeinschaftlich zu gestalten. Im Mittelpunkt steht, dass gesellschaftlicher und technischer Wandel mit unterschiedlichen Sichtweisen, mit Spannungen und Bedarf an neuem Wissen verbunden ist. Vertrauen in neue Technologien und Prozesse, die in Zukunft unseren Energiebedarf decken sollen, muss noch wachsen, die Auseinandersetzung vor Ort, sozial-räumlich und planerisch gestaltet werden. Weiterbildung auf dem aktuellen Stand der Forschung bekommt in solchen Prozessen einen besonderen Stellenwert.
Wir begleiten ab 2026 eine Modellkommune (ca. 15.000-50.000 Einwohner:innen) mit präventiver Konfliktbegleitung und entwickeln im Prozess bedarfsgerechte, modulare Weiterbildungsangebote.
Wir machen unterschiedliche Perspektiven sichtbar und entwickeln Kompetenz und Wissen für ein konstruktives Zusammenwirken von Verwaltung, Politik, Zivilgesellschaft und Unternehmen.
Was leistet eine Prozessbegleitung in Form einer präventiven Konfliktbegleitung? Wann ist sie sinnvoll?
Gesamtgesellschaftliche Veränderungen wie die Energie- und Wärmewende sind immer von Abwägung und Auseinandersetzung geprägt. Die Einstellungen von Akteuren bilden sich auch in den Kommunen in der Aushandlung verschiedener Interessen und Bedürfnisse ab. Um auf gemeinsame Ziele und Handlungsoptionen hinzuarbeiten sowie möglichen Eskalationen vorzubeugen, kann unsere Prozessbegleitung präventiv ansetzen. Wenn Konflikte vor Ort, auch solche, die noch nicht sichtbar sind, konstruktiv und frühzeitig bearbeitet werden, verbessert dies das Zusammenleben und entlastet kommunale Strukturen. Die Handlungsfähigkeit kommunaler Akteure im Umgang mit Konflikten wird gestärkt und sektorübergreifende Zusammenarbeit unterstützt.
Je früher ein konstruktiver Austausch stattfindet, desto besser.
Warum passen kommunale Prozessbegleitung und Weiterbildung zusammen?
Weiterbildungen dienen u.a. dem Austausch und gegenseitigem Verständnis von verschiedenen Gruppen, Personen und Berufen. Die gemeinsame Arbeit an Inhalten verstärkt in der Kommunikation die Sachebene, was Debatten und Umsetzungen erheblich produktiver macht.
Ziele
Mit unserem Projekt möchten wir:
- Kommunale Energie- und Wärmewende gemeinsam mit Schlüsselakteuren und Zivilgesellschaft gestalten.
- Multiplikator:innnen schulen und nachhaltige Kommunikationsstrukturen fördern.
- Spannungen frühzeitig erkennen und durch präventive Konfliktbegleitung konstruktiv bearbeiten (Aushandlungsprozesse identifizieren).
- Transfer leisten: Aktuelles Forschungswissen in kommunale Praxis einbringen – aus der Praxis für die Forschung lernen.
- In Weiterbildungen technisch-planerisches und sozial-kommunikatives Wissen fördern.
- Neue Kooperationen und Beteiligungsprozesse stärken.
- Erkenntnisse und Einsichten aus der Kommunenbegleitung bereitstellen
Projektförderung
Gefördert wird das Projekt mit Mitteln aus zukunft.niedersachsen, dem gemeinsamen Wissenschaftsförderprogramm des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur und der VolkswagenStiftung.
Beratung und Information
30159 Hannover