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Mediation

Mediation ist eine klar strukturierte Methode der Vermittlung in Konflikten durch neutralen Dritten.

Ziel der Mediation ist es, die Fähigkeit der Streitbeteiligten zu fördern, ihren Konflikt eigenverantwortlich, einvernehmlich und zu beiderseitigem Vorteil zu regeln.

Nutzen: Indem Mediation Kooperation und Kommunikation stärkt, sowie ziel- und zukunftsorientiertes Handeln fördert, sparen die Streitbeteiligten (und ggf. ihre Kollegen, Arbeitgeber etc.) Zeit, Geld und Nerven.

Anwendungsfelder: Mediation ist ein fachübergreifendes Verfahren. Es ist überall einsetzbar, wo es gilt, widerstreitende Positionen zum Ausgleich zu führen - sei es in beruflichen, privaten, gesellschaftlichen oder politischen Zusammenhängen.

Diese Ausbildung ist eine Zusatzqualifikation für:

  • Dienstleistungsberufe
  • Personalführung / Teamleitung
  • Juristinnen und Juristen
  • Pädagogische, soziale, beratende Berufe
  • Personalrats- / Betriebsratsarbeit
  • Ehrenamtliche Tätige

Aufbau und Ausbildung

Die Zusatzausbildung Mediation ist in 3 Bausteine gegliedert. Das sind:

  • Baustein I
  • Grundkurs Mediation (106 Zeitstunden)
  • Baustein II
  • Wahlkurse in spezifischen Praxisfeldern (je 18 Zeitstunden)
  • Baustein III
  • Praxiskurs Mediation (84 Zeitstunden)

Der Gesamtumfang der Ausbildung beträgt mindestens 208 Zeitstunden.

Der Grundkurs kann auch unabhängig von einer Fortsetzung mit Baustein II und III belegt werden.

Mit dem Abschluss der Gesamtausbildung erfüllen die Teilnehmer/innen die Ausbildungsvoraussetzungen für die Anerkennung der Bundesverbandes Mediation e.V.

Inhalte und Voraussetzungen für die Teilnahme am Baustein I / Grundkurs

Teilnahmevoraussetzungen

Notwendig ist die Bereitschaft zur Anwendung von Mediation im beruflichen, gesellschaftlichen oder privaten Umfeld (Praxisfeld) sowie die Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Konfliktverhalten.

Ausbildungsinhalte

  •     Methoden der Kommunikation im Konflikt
  •     Verhandlungen ohne Verlierer
  •     Problemlösungsmethoden
  •     Mediationsphasen und phasenspezifische Interventionen
  •     Fallannahme und Fallentwicklung
  •     Grundsätze der Ethik
  •     Mediation zwischen Recht und Psychotherapie
  •     Konflikt: Typologie, Dynamik, Analyse
  •     Reflexion der eigenen (Konflikt-) Verhaltens

Zertifikat

Unabhängig von einer möglichen Fortsetzung der Ausbildung wird nach Teilnahme an den 5 Kursblöcken und Vorlage der Intervisionsgruppenprotokolle das Zertifikat Zusatzausbildung in Mediation - Grundkurs gemeinsam von der ZEW der Universität Hannover, dem VNB e.V. und der Mediationsstelle Brückenschlag ausgestellt.

Inhalte und Voraussetzungen für die Teilnahme am Baustein II / Wahlkurse

In den verschiedenen Praxisfeldern der Mediation kommt es darauf an, die grundlegenden Methoden und Ansatzpunkte der Mediation (Inhalte des Grundkurses), auf die unterschiedlichen Konfliktlagen und Konstellationen flexibel und kreativ anzuwenden. Neben den grundlegenden Kenntnissen der Konfliktbearbeitung erfordern spezifische Bereiche die Berücksichtigung der besonderen Bedingungen im jeweiligen Praxisfeld und machen den Einsatz spezifischer Methoden notwendig.

Teilnahmevoraussetzungen

Voraussetzung sind Grundlagenkenntnisse in Mediation. Es müssen mindestens die ersten 3 Seminarblöcke des Grundkurses absolviert sein, bevor der/die Teilnehmer/in an einem Wahlkurs teilnehmen kann.

Die Wahlkurse ermöglichen die Auseinandersetzung mit spezifischen Anwendungsfeldern der Mediation.

Innerhalb der Gesamtausbildung ist Belegung mindestens eines Wahlkurses obligatorisch.

Folgende Themenschwerpunkte stehen zur Auswahl:

  •     Mediation in der Arbeitswelt (Wirtschaft)
  •     Mediation in der Sozialarbeit
  •     Mediation in Schule und Jugendarbeit
  •     Psychodynamik in familiären Konflikten
  •     Mediation in Erbschaftskonflikten
  •     Mediation in interkulturellen Konflikten

Die Auswahl mehrerer Wahlkurse wird empfohlen.

Inhalte und Voraussetzungen für die Teilnahme am Baustein III / Praxiskurse

Der Praxiskurs dient der Entwicklung und Vertiefung der eigenen professionellen Mediationsfähigkeit. Er befähigt zur Durchführung von Mediation in Konflikten auch erhöhter Komplexität, zum flexiblen Einsatz unterschiedlicher Methoden sowie zur Reflexion von Mediationsprozessen einschließlich der Rollenverhaltens der MediatorInnen. Im Mittelpunkt stehen neben Vertiefung und Methodentraining Selbstreflexion und Supervision. Zur Entwicklung des eigenen Praxisfeldes leitet der Kurs die Konzeptionierung und Umsetzung von Praxisprojekten an.

Teilnahmevoraussetzungen

Abschluss eines 148-stündigen Grundkurses Mediation beim Brückenschlag e.V. oder eine vergleichbare Mediationsausbildung.

Ausbildungsinhalte

  •     Sicherheit im Prozessverlauf der Mediation
  •     Flexibler Methodeneinsatz
  •     Erweiterung der methodischen Möglichkeiten
  •     Vorgespräche im Mediationsverfahren
  •     Visualisierung
  •     Direkte und indirekte Gesprächsführung
  •     Reflecting Team
  •     Verknüpfung von Sitzungen
  •     Rollenreflexion und Wahrung der Rolle
  •     Umgang mir eigenen Blockaden
  •     Unterstützung des Praxisprojektes

Supervision

  •     Selbstreflektion durch Coaching
  •     Supervision des eigenen Praxisprojektes
  •     Fallsupervision

Begleitende Schritte in die Praxis

  • Selbstorganisierte Praxisgruppe außerhalb der Seminarveranstaltungen (min. 24 U.-Std.) zu Covision
  • Wechselseitige Mediation und Konfliktcoaching in der Praxisgruppe durch Einbringen realer eigener Anliegen
  • Praxisprojekt: Zusätzlich eine abgeschlossene Mediation / Konfliktcoaching mit kursfremden Personen, zum Abschluss des Kurses dokumentiert und supervidiert

Zertifikat

Die Teilnehmenden erhalten ein Zertifikat über den erfolgreichen Abschluss des Praxiskurses unter folgenden Voraussetzungen:

  •     Teilnahme an allen Veranstaltungen
  •     Teilnahme an mind. einem Wahlkurs des Brückenschlag e.V.
  •     Durchführung und Dokumentation eine Projektes
  •     Reflexion des Projektes in der Abschluss-Supervision

Das Zertifikat wird vom Brückenschlag e.V., ZEW der Universität Hannover und dem VNB e.V. ausgestellt. Mit dem Abschluss des Kurses erfüllen die Teilnehmenden die Ausbildungsvoraussetzungen für die Anerkennung des Bundesverbandes Mediation e.V.

Coaching

Jede/r Teilnehmende wird bei der Reflexion individueller Fähigkeiten und des eigenen Praxisprofils unterstützt.

Impulsreferat - Übung - Reflexion

Theorie und Praxis der Mediation werden im engen Zusammenhang miteinander erarbeitet.

Rollenspiel und Körperübungen

Anwendung und Erfahrungsorientierung ist Schwerpunkt des Ausbildung. Ganzheitliches Lernen und der nonverbale Bereich werden miteinbezogen.

Videofeedback

Feedback bedeutet Spiegelung - ein bewährtes Mittel dazu sind Videoaufnahmen. Video-Feedback bietet Selbstreflexion durch einen anderen Blickwinkel.

Intervision

In selbständig arbeitenden Intervisionsgruppen wird die Ausbildung vertieft. Für den Grundkurs sind 4 Samstage, für den Praxiskurs 3 Samstage zusätzlich einzuplanen.

Kontakt für Interessenten

Das Kooperationsmodell

Diese Veranstaltung wird durchgeführt in der Kooperation zwischen dem Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen (VNB), der Zentralen Einrichtung für Weiterbildung der Universität Hannover (ZEW) und der Mediationsstelle Brückenschlag.

VNB e.V. Regionalbüro Hannover

Landeseinrichtung der Erwachsenenbildung
Renate Ernst
Ilse-ter-Meer-Weg 6
30449 Hannover

Tel. 0511 / 123 564 93
E-Mail: renate.ernstvnb.de
Internet: http://www.vnb-hannover.de

Zentrale Einrichtung für Weiterbildung der Universität Hannover

Einrichtung für die wissenschaftliche Weiterbildung in der Region Hannover und für die Fortbildung des Hochschulpersonals

Schloßwender Straße 7
30159 Hannover

Tel. 0511 / 7 62 - 45 48
Fax 0511 / 7 62 - 56 86

E-Mail: sekretariatzew.uni-hannover.de

Mediationsstelle Brückenschlag e.V. Lüneburg

Die Mediationsstelle arbeitet mit dem Ziel der Förderung der friedlichen Beilegung von Konflikten in unserem Gemeinwesen.

Tätigkeitsfelder:

  •     Gewaltprävention
  •     Mediation
  •     Bildungsarbeit

Am Sande 50
23335 Lüneburg

Tel. 04131 / 422 11
Fax 04131 / 221 477

E-Mail: infobs-lg.de